Tag Archives: Chiemgau

Isabell Ost – Eindrücke einer WM-Teilnehmerin von den Titelkämpfen in Inzell

Isabell Ost ist 23 Jahre alt und stammt aus Erfurt.  Als Sportsoldatin trainiert Ost beim SC Berlin unter Trainer Thomas Schubert. Zwei zweite Plätze sowie einen dritten Platz konnte die Eisschnellläuferin bislang bei nationalen Titelkämpfen gewinnen. Die Disziplinen von Isabell Ost auf den längeren Strecken ab 1500 Meter bis hinauf zu den langen Strecken über 3000 und 5000 Meter. Ost war auch an den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver mit dabei.

Isabell Ost bestritt am Freitag ihr erstes WM-Rennen in Inzell: 1500 Meter. Eine Top-20-Platzierung war das Ergebnis, welches die Sportlerin aus Berlin erreichen konnte.

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Eisschnelllauf in Inzell: Weltmeisterschaft im Chiemgau vom 10.-12. März 2011

Das Chiemgau ist Austragungsregion der Weltmeisterschaften im Eisschnelllauf. In Inzell (Landkreis Traunstein) werden vom 10. bis 12. März 2011 die Titelträger gekürt.

Die Eröffnung des Rahmenprogrammes findet im Ortskern von Inzell am Mittwoch 9.03.2011 statt. Neben dem Beginn des Kulturprogrammes wird an diesem Tag die erste Auslosung durchgeführt. Die offizielle Eröffnungsfeier findet am Donnerstag, 10.03. ab 13.30 Uhr in der Max-Aicher-Arena in Inzell statt. Die einzelnen Rennen in Kurzform:

Donnerstag, 10.03.2011: 1500 Meter-Rennen (Herren), 3000-Meter-Rennen (Damen)

=> Damenrennen u.a. mit Stephanie Beckert und Claudia Pechstein

Freitag, 11.03.2011:  1000 Meter-Rennen (Herren), 1500 Meter-Rennen (Damen), 5000 Meter-Rennen (Herren)

=> Herren-Sprintrennen u.a. mit Nico Ihle

Samstag, 12.03.2011: 1000 Meter-Rennen (Damen), 10.000 Meter-Rennen (Herren), 5000 Meter-Rennen (Damen)

=> Damen-Sprint-Rennen u.a. mit Jenny Wolf und Judith Hesse
=> Damen-Rennen u.a. mit Claudia Pechstein und Stephanie Beckert

Sonntag: 13.03.2011: 500 Meter-Rennen (Damen / Herren),  Team-Rennen (Damen/ Herren)

=> Damen-Sprint-Rennen u.a. mit Jenny Wolf und Judith Hesse
=> Herren-Sprint-Rennen u.a. mit Nico Ihle

Im konkreten umfasst das deutsche WM-Aufgebot 20 Sportler.

Damen: 500 Meter: Jenny Wolf (Berlin), Judith Hesse (Erfurt), Jennifer Plate (Berlin) 1000 Meter: Hesse, Monique Angermüller (Berlin),  Gabriele Hirschbichler (Inzell) 1500 Meter: Angermüller, Hirschbichler, Isabell Ost (Berlin) 3000 Meter: Stephanie Beckert (Erfurt), Claudia Pechstein (Berlin), Jennifer Bay (Dresden) 5000 Meter: Beckert, Pechstein, Katrin Mattscherodt (Berlin) Team: Beckert, Pechstein, Ost, Bay

Herren: 500 Meter: Nico Ihle (Chemnitz); Reserve: Denny Ihle (Chemnitz) 1000 Meter: Nico Ihle, Samuel Schwarz (Berlin) 1500 Meter: Robert Lehmann (Erfurt), Jörg Dallmann (Erfurt/Start wegen Verletzung gefährdet) 5000 Meter: Patrick Beckert (Erfurt), Lehmann; Reserve: Alexej Baumgärtner (Chemnitz) 10 000 Meter: Beckert, Marco Weber (München), Moritz Geisreiter (Inzell) Team: Beckert, Weber, Lehmann, Tobias Schneider (Berlin)

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Ab Kilometer 35 fighten 5 Nationen um den Sieg: Deutschland top dabei

Mit Franz Göhring war Deutschland wieder bei den besten Läufern mit dabei. Die DSV-Läufer, Italien, Norwegen,  Schweden und Finnland waren quasi zeitgleich vorne. Alles lief in der 4 x 10 Kilometer-Staffel der Männer am Holmenkollen in Oslo bei der Ski-Weltmeisterschaft der Nordischen auf einen Schlussspurt raus. Der deutsche Schlussläufer Tobias Angerer lag gut im Rennen, wobei der Langläufer aus dem Chiemgau bereits auf eine jahrelange Erfahrung zurück greifen kann.

Die Entscheidung fiel auf dem letzten Kilometer am Holmenkollen zwischen den fünf Top-Teams: der Bayer hielt dem Druck stand. 500 Meter vor Schluss blieben vier Teams übrig – einer davon das DSV-Team. Angerer setzt sich auf der Zielgeraden an die Spitze. Den Schlussanstieg geht es nach oben, Norwegen setzt zum Zielsprint an. Auf Rang zwei Schweden, der DSV gewinnt Bronze.

Vor Angerer liefen Jens Filbrich, Axel Teichmann und Franz Göhring, die für die gute Ausgangsbasis des DSV-Schlussläufers Angerer verantwortlich waren. Für Deutschland war dies die erste Staffel-WM-Medaille seit 1974 (DDR-Staffel).

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Deutsche Langlauf-Damen in der Staffel immer mit einer Überraschung … Am Holmenkollen mit Rang 5 bei einem klaren Norwegischen Sieg

Seit 2005 haben die deutschen Langlauf-Damen, trainiert von Jochen Behle, in der 4×5-Kilometer-Staffel immer eine Medaille gewinne zu können. Dabei konnte man den kompletten Medaillensatz aus Gold, Silber und Bronze gewinnen. Jeweils zwei Läuferinnen im klassischen und zwei im freien Stil sollen dafür sorgen, das am Ende eine Nation vorne liegt.

Klar favorisiert waren die zuletzt bei Weltmeisterschaften und olympischen Spielen immer siegreichen Norwegerinnen um Marit Björgen, die auch bei ihrer Heim-Weltmeisterschaft am Holmenkollen in Oslo Gold gewinnen möchten. Für das deutsche Team waren in der klassischen Disziplin Startläuferin Stefanie Böhler und Kathrin Zeller am Start. Böhler übergab mit einem Rückstand von 33 Sekunden auf Rang sechs liegend an die Klassik-Kollegin Zeller. Norwegen als Favorit lag in der Zwischenwertung auch nur auf Rang 3.

Über die ersten 10 Kilometer haben die deutschen Damen gekämpft und konnten auf Rang 6 mit einem Zeitrückstand von 43 Sekunden Sekunden auf Norwegen an die Freistilspezialistinnen übergeben. Nach dem Klassikteil lagen die drei nordischen Langlaufnationen Schweden, Finnland an der Spitze des Feldes, dahinter folgten Polen, Slowenen und Deutschland. Die drei ersten Teams sind ebenso knapp zusammen wie die Teams auf den Plätzen 4 bis 6. 

Die Aufgabenstellung für Evi Sachenbacher-Stehle lautete, ihr Rennen zu machen, da man laut Bundestrainer Jochen Behle nichts zu verlieren habe. In der ersten Hälfte ihres Rennens gelang es Sachenbacher-Stehle, bereits zwei Plätze gut zu machen und den Rückstand auf die drittplatzierten Schwedinnen auf 20 Sekunden reduzieren. Man merkte der Läuferin aus Reit im Winkel an, das sie alles gibt, um ihre Schlussläuferin Nicole Fessel aus Annaweiler, für den SC Oberstdorf startend, in eine gute Ausgangsposition zu bringen.

Die Schlussläuferinnen gingen in folgender Reihenfolge ins Rennen: Norwegen mit Marit Björgen lag hier bereits vor Schweden und Finnland (+ 35 Sekunden) und Deutschland (+ 1:08 Minuten). Der Rückstand für Fessel auf eine Medaille ist damit eine halbe Minute, insbesondere da Schweden mit Charlotte Kalla um Edelmetall kämpft. Italien liegt knapp hinter den Deutschen Team. Schlussläuferin Ariana Follis gegen Nicole Fessel: am Ende lag Italien vor Deutschland.

Bereits seit 1999 ist Evi Sachenbacher-Stehle bei allen deutschen Erfolgen in der Staffel mit beteiligt – teilweise als Schlussläuferin machte sie mit gekonnten Schluss-Spurts den Sack im Rennen zu. Für Marit Björgen war dies die 4 Goldmedaille in Oslo. Das Staffelrennen war auch für die Zuschauer und Medienbericherstatter ein absolutes Highligt. Zuschauer waren bereit, bis zu 1000 Euro für eine Eintrittskarte – speziell für das Herren-Staffelrennen – zu bekommen. Die Norweger hoffen hier insbesondere im Herrenteam auf den erfolgreichen Lokalmatador Petter Northug, der jedoch leicht erkältet ist.

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