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Stephanie Beckert vs. Claudia Pechstein: am Ende gewinnt Irene Wüst den Titel über 3000 Meter
Lange Zeit sind sich die beiden besten Langstrecken-Eisschnellläuferinnen aus dem Weg gegangen. In Inzell – beim Auftaktrennen der Weltmeisterschaft – traten die beiden Sportlerinnen quasi im Fernduell gegeneinander an. Während Claudia Pechstein zu den ersten Starterinnen des Wettbewerbes zählte, war Stephanie Beckert gemeinsam mit Martina Sablikova bei den letzten Paarungen mit dabei. Für Pechstein reichte es am Ende nicht zu einer Medaille, jedoch zu einer Top-Ten-Platzierung.
Die 22 Jahre alte Beckert – bereits Gewinnerin einer Gold-Medaille bei den Olympischen Spielen, lief in ihrem Rennen gegen Jileanne Rockard. Beide sind direkte Langstreckenläuferinnen und haben daher beide ihr Rennen ähnlich aufgebaut. Die Erfurterin lief am Ende eine Zeit von 4:04,28 Minuten die Medaille war am Ende gesichert. Erfolgstrainer Stephan Gneupel, mit dem bereits Gunda Nieman-Stirnemann gearbeitet hatte, hatte eine ausgeklügelte Taktik für die Eisschnellläuferin entwickelt. Gold ging an Irene Wüst, Silber an Martina Sablikova, Stephanie Beckert holte im ersten WM-Rennen in Inzell Bronze.
Eisschnelllauf in Inzell: Weltmeisterschaft im Chiemgau vom 10.-12. März 2011
Das Chiemgau ist Austragungsregion der Weltmeisterschaften im Eisschnelllauf. In Inzell (Landkreis Traunstein) werden vom 10. bis 12. März 2011 die Titelträger gekürt.
Die Eröffnung des Rahmenprogrammes findet im Ortskern von Inzell am Mittwoch 9.03.2011 statt. Neben dem Beginn des Kulturprogrammes wird an diesem Tag die erste Auslosung durchgeführt. Die offizielle Eröffnungsfeier findet am Donnerstag, 10.03. ab 13.30 Uhr in der Max-Aicher-Arena in Inzell statt. Die einzelnen Rennen in Kurzform:
Donnerstag, 10.03.2011: 1500 Meter-Rennen (Herren), 3000-Meter-Rennen (Damen)
=> Damenrennen u.a. mit Stephanie Beckert und Claudia Pechstein
Freitag, 11.03.2011: 1000 Meter-Rennen (Herren), 1500 Meter-Rennen (Damen), 5000 Meter-Rennen (Herren)
=> Herren-Sprintrennen u.a. mit Nico Ihle
Samstag, 12.03.2011: 1000 Meter-Rennen (Damen), 10.000 Meter-Rennen (Herren), 5000 Meter-Rennen (Damen)
=> Damen-Sprint-Rennen u.a. mit Jenny Wolf und Judith Hesse
=> Damen-Rennen u.a. mit Claudia Pechstein und Stephanie Beckert
Sonntag: 13.03.2011: 500 Meter-Rennen (Damen / Herren), Team-Rennen (Damen/ Herren)
=> Damen-Sprint-Rennen u.a. mit Jenny Wolf und Judith Hesse
=> Herren-Sprint-Rennen u.a. mit Nico Ihle
Im konkreten umfasst das deutsche WM-Aufgebot 20 Sportler.
Damen: 500 Meter: Jenny Wolf (Berlin), Judith Hesse (Erfurt), Jennifer Plate (Berlin) 1000 Meter: Hesse, Monique Angermüller (Berlin), Gabriele Hirschbichler (Inzell) 1500 Meter: Angermüller, Hirschbichler, Isabell Ost (Berlin) 3000 Meter: Stephanie Beckert (Erfurt), Claudia Pechstein (Berlin), Jennifer Bay (Dresden) 5000 Meter: Beckert, Pechstein, Katrin Mattscherodt (Berlin) Team: Beckert, Pechstein, Ost, Bay
Herren: 500 Meter: Nico Ihle (Chemnitz); Reserve: Denny Ihle (Chemnitz) 1000 Meter: Nico Ihle, Samuel Schwarz (Berlin) 1500 Meter: Robert Lehmann (Erfurt), Jörg Dallmann (Erfurt/Start wegen Verletzung gefährdet) 5000 Meter: Patrick Beckert (Erfurt), Lehmann; Reserve: Alexej Baumgärtner (Chemnitz) 10 000 Meter: Beckert, Marco Weber (München), Moritz Geisreiter (Inzell) Team: Beckert, Weber, Lehmann, Tobias Schneider (Berlin)
Jenny Wolf holt kurz vor Beginn der Eisschnelllauf-WM Gesamtweltcup
Die 32 Jahre alte Berlinerin Jenny Wolf gewann bereits zum zehnten Mal den Gesamtweltcup im Eisschnelllauf. Das Weltcupfinale in Herenveen war damit als Generalprobe für die nächste Woche beginnende Eisschnelllauf-Weltmeisterschaft in Inzell (Oberbayern) zu sehen. In Herenveen unterlag Wolf zwar Anette Gerritsen (Niederlande), ihre vierte Nierderlage in dieser Saison. Der Gesamtweltcup war der Berlinerin jedoch nicht mehr zu nehmen. Vor 9000 Fans wurde Olympiasiegerin Lee Sang-Hwan in der Gesamtwertung Dritte über die Sprintstrecke im Eisschnelllauf. Judith Hesse etablierte sich ebenfalls in der Spitzenklasse und wurde in der Gesamt-Weltcup-Wertung 6. Jenny Wolf ist hochkonzentriert: Sie freut sich bereits sehr auf die Heim-Weltmeisterschaft in Inzell.
Über 3000 Meter ging der Gesamtweltcup nicht an eine Läuferin aus Deutschland: Martina Sablikova aus Tschechien gewann das Rennen, Stephanie Beckert wurde sowohl im Rennen als auch in der Gesamtwertung zweite. Die zurückgekehrte Claudia Pechstein konnte sich im Rennen in Herenveen auf Rang vier platzieren. Für die deutschen Eisschnellläuferinnen war das Weltcupfinale damit eine gelungene Generalprobe für die Einzelstrecken-Weltmeisterschaft in Inzell, die in den kommenden Tagen beginnen wird. Vor diesem Rennen lagen die beiden – Sablikova und Beckert – nur um fünf Punkte getrennt voneinander. Für die nach ihrer Sperre zurückgekehrte Pechstein war das Weltcup-Finale in den Niederlanden die letzte Chance, sich für die Weltmeisterschaften zu qualifizieren. Dazu musste die Berlinerin eine Zeit unter 4:10 Minuten über 3000 Meter laufen. Die 39-Jährige schaffte die benötigte Zeit mit 4:09,60 und konnte so nach ihrer zweijährigen Weltcup-Abstinenz in letzter Sekunde auch über die 3000-Meter auf den WM-Zug nach Oberbayern aufspringen. Die 19 Jahre alte Dresdnerin Jennifer Bay erreichte in diesem Rennen eine Zeit von 4:13,50 (Rang 10).
Die Eisschnellauf-WM findet vom 10.-13. März 2011 in der Max-Aicher-Halle statt. Im Sprint zählen Judith Hesse und Jenny Wolf, über die 5000 m bzw. die 3000 m Stephanie Beckert zu den Medaillenhoffnungen.
Der Eisschnelllauf-Tross wird sich nun in den kommenden Tagen von den Niederlanden nach Oberbayern bewegen, um die Welttitelkämpfe in der Max-Aicher-Arena zu bestreiten.
Weltcup:
=> 500 Meter: Jenny Wolf (1), Judith Hesse (6.)
=> 1000 Meter: Judith Hesse (5.), Gabriele Hirschbichler (7.)
=> 1500 Meter: Isabell Ost (16.), Gabriele Hirschbichler (26.), Jennifer Bay (27.), Claudia Pechstein (28.)
=> 3000/5000 Meter: Stephanie Beckert (2.),







