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Nach Südafrika 2010 folgt 2014 Brasilien als WM-Austragungsort im Fußball
Die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 wird in Brasilien stattfinden. Die Baumaßnahmen und Planungen im Land des vielfachen Fußball-Weltmeisters Brasilien sind dabei in vollem Gange. Lt. Regierungsaussagen sieht es auch mit dem Zeitplan der Baumaßnahmen gut aus. Ein Beispiel hierfür ist der Erweiterungsbau an den zentralen Flughafen. Die Projekte lägen im angemessenen Zeitplan, erklärte Wagner Bittencourt, Minister für Zivilluftfahrt. Bittencourt reagierte damit ausf Aussagen des Institutes für angewandte Wirtschaftsforschung (IPEA), die davon ausgehen, das 9 der 13 Flughäfen bis zum WM-Anpfiff nicht fertig gestellt werden könnten.
Ehe Brasilien 2014 als WM-Gastgeber loslegt, kann Deutschland in diesem Sommer bei der Frauen-Fußball-Weltmeisterschaft noch einmal zeigen, das man als Gastgeber von Großereignissen sehr gut geeignet ist. Eine vorhandene Infrastruktur sowie gut ausgebaute Stadien sowohl für Fußball, Handball sowie die verschiedensten Wintersportarten wie Eisschnelllauf, Biathlon, Bob, Rodeln, Skeleton, Skispringen, Langlauf und Ski Alpin lassen Deutschland immer wieder zum Gastgeber zahlreicher internationaler Titelkämpfe werden.
Chemnitzer Nico Ihle riskiert über 500 Meter bei der WM in Inzell
Im ersten von zwei Läufen in Inzell (Landkreis Traunstein) bei der Eisschnelllauf-WM ist es Nico Ihle noch nicht gelunden, die 35-Sekunden-Grenze zu knacken: 35,33 Sekunden stehen für den Sachsen zu Buche, worüber er sich selbst wenig erfreut zeigte. Im ersten Durchgang bedeutete dies Rang 14. Im zweiten Lauf sollte das Ziel der Zeit nocheinmal erreich werden: Ihles Zeit im Ziel war bei 35,07 Sekunden. Das eigene Ziel war knapp verfehlt. Man merkte, dass dem Sachsen auf der Zielgerade die Luft ausging. Ansonsten wäre die Zeit-Vorgabe machbar gewesen. Von der Platzierung war es Rang 13für Ihle. Weltmeister wurde der Koreaner Kyou-Hyuk Lee, vor dem Japaner und Jan Smeekens (Niederlande).
Inzell sind die Titelkämpfe der Jenny Wolf: Sprinterin erfolgreich mit Gold dekoriert
Für Jenny Wolf war es in Inzell (Landkreis Traunstein) der vierte WM-Titel in Serie. Seit 2007 ist die Berlinerin auf dieser Strecke damit ungeschlagen. Die 32 Jahre alte Wolf war bereits im ersten Lauf mit 37,98 Sekunden als einzige Läuferin des Feldes unter der 38-Sekunden-Marke. Zweite des Rennens wurde Olympiasiegerin Lee Sang-Hwa (Südkorea), die Chinesin Wang Belixing holte Bronze. Annette Gerritsen forderte Wolf im zweiten Rennen noch einmal. Eine Eingangszeit von 10,29 Sekunden, die Endzeit lag bei 37,96 Sekunden, Gerritssen war mit 38,33 Sekunden geschlagen. Wolf konnte über die beiden 500-Meter-Rennen die erste Goldmedaille für Deutschland sichern. Gerritssen wird am Ende Vierte. Nach dem ersten Lauf hatte sie bereits ein gutes Gefühl, beim Zieleinlauf war es nur Freude, beschreibt Wolf.
Die deutsche Teamkollegin Monique Angermüller stürzte. Die drite Deutsche Starterin über die 500 Meter, Judith Hesse, erreichte eine Eingangtszeit von 10,47 Sekunden sowie eine 500-Meter-Endzeit 38,52 Sekunden. Hesse kommt mit den sehr engen Kurven in Inzell sehr gut zurecht. Am Ende war es für Hesse der fünfte Rang, nachdem Hesse im zweiten Rennen über die 500 Meter ihre Zeit nocheinmal steigern konnte auf 38,13 Sekunden. Für Hesse war dies persönliche Bestzeit zum Saisonhöhepunkt Heim-WM. Die Platzierung war zudem die beste Internationele Klassierung in ihre bisherigen Karriere. Die Atmosphäre und Stimmung in der Eishalle im Chiemgau war super, die Fans feuerten die Sprinter an.
Am Rande der gut organisierten WM in Inzell gab es aber auch ein paar Misstöne von Seiten Anni Friesinger-Postmas. Die dreimalige Olympiasiegerin stammt aus Inzell und hätte sich am Rande der WM eine offizielle Verabschiedung auf ihrer Heimbahn, auf der sie seit ihrem 5 Lebensjahr trainiert hatte, gewünscht. Der Eisschnelllauf-Verband stimmte dem nicht zu. Gerd Heinze, Präsident der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft erklärte, als Veranstalter könne der Verband eine solche Entscheidung nicht treffen.
Monique Angermüller, Judith Hesse und Gabi Hirschbichler nicht unter den Top 10 über 1000 Meter
Ein Fehler zu Beginn des Rennens machte für Monique Angermüller eine bessere Platzierung über die 1000 Meter-Strecke zunichte. Die Sprinterin Judith Hesse, eigentlich eher über 500 Meter top, kämpfte mit Engagement und versuchte ihr Heil in der Flucht. Am Ende reichte es für sie zu einer Zeit von 1:17,35 Minuten. Ireen Wüst – bislang Doppelweltmeisterin in Inzell geworden – kämpfte um ihre dritte Goldmedaille. Dies gelang bislang nur Gunda Niemann-Stirnemann und Anni Friesinger-Postma bei einer Weltmeisterschaft. Ihren Bahnrekord war die Inzellerin Friesinger in jedem Fall in diesem Rennen bereits an die Niederländerin los geworden. Am Ende überflügelte Christin Nesbitt (Kanada) mit einer Zeit von 1:14,84 die Niederländerin noch. Bronze ging an an die Amerikanerin Heather Richardson.
Die Deutschen Monique Angermüller (1:17,33), Judith Hesse (1:17,35) und Gabi Hirschbichler(1:18,03) belegten die Plätze 13,14 und 20 in diesem sehr schnellen Rennen.
Samuel Schwarz & Nico Ihle in Inzell: Schwarz läuft über 1000 Meter in Top Ten
Samuel Schwarz entscheid das Duell der beiden Deutschen ganz klar für sich: 1:09,65 Sekunden (Rang 9), der Bahnrekord von Inzell, war es, die Samuel Schwarz erreichte. Damit kann der Berliner vielleicht auf eine Top-Ten-Platzierung in diesem Wettbewerb hoffen, nachdem er im Dezember letzten Jahres ein Weltcup-Rennen für sich entscheiden konnte. Sein Kontrahent Ihle blieb hinter Schwarz zurück, konnte auch bei den Zwischenzeiten über 100 und 600 Meter nicht die gewünschten Zeiten erreichen. Die Hoffnungen des Sachsen (über 1000 Meter auf Rang 18) liegen nun auf seiner Paradedisziplin, den 500 Metern.
Das Rennen gewann Shani Davis (USA), Neus (Niederlande) und vor Stefan Grotheus (Niederlande).
Ireen Wüst wurde bereits zum zweiten Mal in Inzell (Landkreis Traunstein) Weltmeisterin. Nach ihrem Sieg gestern über die 3000 Meter gewann die Niederländerin auch das Rennen über die 1500 Meter. Auf dem Siegerpodest standen drei Niederländerinnen. Wüst siegte mit einer Zeit von 1:54,80 Minuten vor Diane Valkenburg und Jorien Voorhuis. Mit dieser Zeit erreichte Wüst zudem fast die Europa-Bestzeit, die nur 0,75 Sekunden schneller ist.
Die deutschen Starterinnen erreichten alle nicht die Top-Ten: Monique Angermüller wurde als beste 13 (1:09,86), Isabell Ost wurde 16. und Jennifer Bay 19. bei der Heim-Weltmeisterschaft in Inzell.






