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Arnd Pfeiffer ergänzt seine Medaillensammlung in Russland um eine Goldene
Nach Silber in der Mixed-Staffel, gemeinsam mit seinen Kollegen Michael Greis, Magdalena Neuner und Andrea Henkel, hatte Arnd Pfeiffer am Samstag im Sprint nachgelegt und den Titel gewonnen. Einen Schießfehler konnte er in der Loipge durchaus kompensieren und ist damit der erste Einzelrennen-Weltmeister in Chanty-Mansikjk. Der 23-Jährige gewann vor dem Franzosen Marin Foucade und Weltcup-Spitzenrieter Tarjel Boe aus Norwegen, der in der Staffel noch die Deutschen bezwungen hatte. Nach zehn Kilometern hatte Pfeiffer 13,0 Sekunden Vorsprung vor dem Franzosen und 25,2 Sekunden vor Bö. Demensprechend überrascht aber auch glücklich war Arnd Pfeiffer nach dem Rennen: “Damit hatte ich nicht gerechnet.”
Aber auch seine Mannschaftskollegen konnten überzeugen und sorgten für ein sehr gutes Mannschaftsergebnis in Sibirien und damit eine gute Ausgangspositon für das Verfolgungsrennen während der Biathlon-Weltmeisterschaft. Christoph Stephan (7.), Andreas Birnbacher (6.) und Michael Greis (9.) landeten alle unter den Top Ten – alle innerhalb von einer Minute Rückstand.
Die nächsten Rennen in Russland sind am
Samstag der Sprint der Damen, Sonntags die beiden Verfolgungsrennen Damen und Herren, dienstags ist das Einzelrennen der Herren, mittwochs das der Damen. Mit dem Staffelrennen der Herren am Freitag sowie den Massenstartrennen (Damen / Herren) am Samstag sowie der abschließenden Damenstaffel findet die Weltmeisterschaft der Biathleten nächstes Wochenende ihren Abschluss. Insgesamt werden elf Weltmeistertitel vergeben.
Im Damen-Sprint ab 14 Uhr werden sich Andrea Henkel, Kathrin Hitzer, Magdalena Neuner und Miriam Gössner um die Nachfolge von Titelverteidigerin Kati Wilhelm bewerben, die ihre Karriere bereits beendet hat.
Magdalena Neuner überzeugt in der Mixed-Staffel: Deutschland gewinnt Silber
Russland hat sich bereits mit der ersten Läuferin aus dem Rennen um Gold geschossen. Deutschland dagegen mit Startläuferin Andrea Henkel, die in der Spitzengruppe liegend an Magdalena Neuner übergeben hatte, und der Wallgauerin Neuner konnten den beiden Herren Arnd Pfeiffer und Michael Greis bereits einen Vorsprung von über 30 Sekunden mit ins erste Weltmeisterschaftsrennen der Biathleten übergeben. Khanty Mansiysk in Russland ist dabei speziell für Magdalena Neuner ein gutes Pflaster gewesen. Denn die Biathletin konnte hier 2010 sowie in Östersund 2008 bei den jeweiligen Weltmeister-Titeln in der Mixed-Staffel dabei sein. Mit insgesamt zwei Nachladern (beide durch Andrea Henkel) konnten die Deutschen Damen dabei nicht nur in der Loipe sondern auch am Schießstand überzeugen. Gerade Magadalena Neuner, die voraussichtlich alle Rennen in Russland bestreiten wird, konnte sich hier sehr gut mit der Strecke vertraut machen. Am Streckenrand feuerten die Trainer Fritz Fischer und Rico Gross die deutschen Läufer an, während Mark Kirchner und Uwe Müssiggang am Schießstand die Aktiven beobachteten.
Arnd Pfeifer gegen Ole Einer Björndalen (bisher gewann der Norweger 34 Weltmeisterschafts-Medaillen): der Deutsche konnte mit 25 Sekunden vor dem Norweger und knapp einer Minute vor den Finnen ins Rennen gehen. Die mitfavorisierten gastgebenden Russen liegen beim Wechsel von den Damen auf die Herren bereits drei Minuten hinter den Deutschen. Das Team Österreich konnte mit 2,25 Minuten Rückstand und Platz 9 auf die Herren übergeben. Pfeiffer konnte sich bei seinem ersten Schießen fehlerfrei gegen den Norweger behaupten, der zweimal nachladen musste. Norwegens Spitzenläufer Ole Einer Björndalen konnte auf die an der Spitze liegenden Deutschen keinen Boden gut machen, Finnland mit Pavel Puurunen liegt weiterhin mit klarem Rückstand von 1:31 Minuten auf Rang drei. Die Schlussläufer um Michael Greis müssen das Rennen letztlich entscheiden. Sein norwegischer Gegner wird Tarje Boe (derzeit Weltcup-Gesamtführender) sein. Schweden und Finnland haben zum jetzigen Zeitpunkt bereits einen Rückstand von 1,45 Minuten. Die beiden skandinavischen Länder kämpften in der Schlussrunde – gleichauf liegend – um die weiteren Medaillen. Die beiden Schlussläufer Boe (22 Jahre) und Greis (34 Jahre) lieferten sich ab dem Liegendschießen ein Kopf-an-Kopf-Rennen, bei dem der Jungstar Boe dem Allgäuer Greis durchaus einiges abverlangte. Um Rang drei geht es in der Renn-Endphase zwischen Schweden und Frankreich, die 1:30 hinter dem Spitzenduo liegen.
Ein Zwischenspurt Boes in der Zwischrunde sowie ein Stehendschießen mit einem Nachlader bescherte den Norwegern am Ende Platz eins, mit 24 Sekunden vor den deutschen Biathleten. Frankreich (+1:16 Minuten) konnte sich am Schießstand die Bronze-Medaillie sichern. Schweden und Italien mit Schlussläufer Lukas Hofer belegten die weiteren Plätze. Russland belegte am Ende etwas enttäuscht den 6. Rang (+3:08 Minuten) vor Österreich mit Christoph Sumann (+3:17) und Finnland.
Ein Jahr vor der Weltmeisterschaft in Ruhpolding konnte das deutsche Biathlon-Mixed-Team damit eine Medaille gewinnen. Das Ziel für die Heim-WM 2012 in Oberbayern kann damit nur eine neuerliche Spitzenplatzierung sein.
Es zeigte sich, dass das deutsche Team bei diesem hochklassig besetzten Wettkampf gut aufgestellt war. Ingesamt waren 13 der 15 Top-Weltcup-Läuferinnen in der Mixed-Staffel aufgeboten. Eine der beiden nicht gestarteten war beispielsweise Miriam Gössner – bei ihr lag der Nicht-Start aber einfach daran, dass Deutschland nur mit zwei Startern dabei sein konnte.
Schon 2014 in Sotschi könnte der Wettbewerb der Mixedstaffel (Damen laufen 6 Kilometer, Herren 7,5 Kilometer) bereits ein olympischer Wettbewerb sein. Der Grund liegt darin, dass das Rennen sei den Zuschauern sehr populär ist und man damit hohe Einschaltquoten erzielen könne, erklärte eine Sprecherin des Weltverbandes IBU. Um den Wettbewerb einem letzten Check zu unterbreiten, war ein Vertreter des olympischen Komitees in Sibirien. Die Entscheidung für oder gegen eine olympische Mixedstaffel fällt voraussichtlich Anfang April.
Verfolgungsrennen bei der EM in Ridnaun: Juliane Döll ist top
Nadine Horchler und Juliane Döll: zwei deutsche Biathlon-Starterinnen waren beim letzten Rennen der Europameisterschaft in Ridnaun (Südtirol / Italien) kaum zu bezwingen. Die weltcuperfahrene Juliane Döll gewann in Ridnaun die dritte Goldmedaille und sicherte sich damit die vierte Medaille in vier Rennen (drei Einzelrennen + Staffel-Bronze). Nadine Horchler gewann hier die Bronze-Medaille. Katharina Hildebrand erlief und erschoss sich den vierten Platz.
Damit erreichten die deutschen Biathletinnen ähnlich wie bei den Weltcup-Rennen ein perfektes Mannschaftsergebnis mit vier gestarteten Läuferinnen alle unter den besten zehn Läuferinnen.
Neureuther auf Platz 2, Riesch Dritte
Knapp lag Felix Neureuther am Ende hinter Super-G-Weltmeister Christof Innerhofer aus Südtirol. Der Ski-Rennläufer aus Garmisch-Partenkirchen belegte am Ende des aus Super G und Slalom bestehenden Rennens im bulgarischen Bansko den zweiten Rang. Eine Hundertstel Sekunde war es, die Neureuther zum Sieg fehlte, obwohl er noch bei der letzten Zwischenzeit im Super G sechs Zehntel vor dem Italiener lag. Nur der – als ausgewiesener Speed-Spezialist – legte einen famosen Super G hin. Der nach dem Slalom führende Franzose Jean Baptist Grange schied im Super G-Teil des Kombinationsrennens aus.
Lindsay Vonn vor Tina Maze (Slowenien) und Maria Riesch: das war das Ergebnis des Abfahrtsrennens in Are in Schweden. Die US-Amerikanerin Vonn sowie die Drittplatzierte Riesch lagen gerade einmal 0,21 Sekunden auseinander. Die aus der Tegernsee-Region in Oberbayern stammende Viktoria Rebensburg konnte Rang 6 in diesem Rennen erreichen. Anja Pärson aus Schweden – im Training noch Bestzeit gefahren – schied ebenso aus, wie die Abfahrtsweltmeisterin aus Österreich Elisabeth Görgl.







