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Magdalena Neuner startet nicht im Verfolgungsrennen / Tora Berger nutzt Chance im Gesamtweltcup zu punkten
Die Gesundheit machte der Wallgauerin Magdalena Neuner einen Strich durch die Rechnung. Die Biathletin aus Oberbayern konnte im Verfolgungsrennen von Oslo nicht an den Start gehen, bei dem sie bereits einen Vorsprung von rund 30 Sekunden aus dem Sprintrennen gehabt hätte. Ob Neuner im Massenstart – dem allerletzten Rennen – antreten wird, entscheidet sich am Sonntag vormittag. Neuner hat noch die Möglichkeit, den Massenstart-Weltcup für sich zu entscheiden. So kämpften im Verfolgungsrennen vor allem Tora Berger und Kaisa Mäkäräinen um die Führung in der Gesamtwertung. Außenseiterchancen hatten die Schwedin Helena Ekholm und die DSV-Biathletin Andrea Henkel, die lange Zeit in der Gesamtwertung in Führung gelegen war.
Die Thüringerin Andrea Henkel zeigte sich als Spezialistin des Verfolgungsrennens und konnte im Liegend-Schießen auf ihre Stärke am Schießstand setzen. Zehn Schuss – zehn Treffer und bei Halbzeit des Rennens ein Vorsprung von 30 Sekunden vor Kuzmina. Ebenfalls fehlerfei blieb Miriam Gössner sowie Kathrin Hitzer, die sich zur Halbzeit in den Top Ten platzierten. Henkels Chance auf den Disziplin-Weltcup besteht nur dann, wenn die Thüringerin das Rennen gewinnt und die Finnin Mäkäräinen bestenfalls Platz 26 belegt.
Auf der letzten Zwei-Kilometerschleife gab es einen Zweikampf zwischen Henkel und Anastasia Kuzmina aus der Slowakei. Henkels Rückstand: 23 Sekunden. Die Schwedin Helena Ekholm hat sich eig. aus dem Rennen um den Gesamtweltcup verabschiedet. Da Mäkäräinen Platz 4 belegte – die Norwegerin Tora Berger war schlechter – baute die Finnin ihre Führung im Gesamtweltcup vor Magdalena Neuner und Tora Berger sowie der zweiten Deutschen Läuferin Henkel aus. Miriam Gössner konnte sich im Verfolgungsrennen deutlich verbessern. Die Oberbayerin kämpfte sich von Platz 35 auf Rang 6. Kathrin Hitzer und Tina Bachmann platzierten sich unter den Top-Läuferinnen. Die Bulgarin Dombratschewa lief auf der letzten Schleife zu Henkel auf, die beiden liefern sich einen verbisserten Kampf um Platz 2, den die Bulgarin für sich entscheiden konnte. Für Henkel war es der neunte Podestplatz dieser Saison.
Einzel-Ergebnis:
3. Andrea Henkel
4. Kaisa Mäkäräinen
6. Miriam Gössner
8. Tora Berger
11. Tina Bachmann
14. Kathrin Hitzer
16. Helena Ekholm
27. Nadine Horchler
36. Sabrina Buchholz
Juliane Döll
Für das Massenstart-Rennen am Sonntag sind die 30 besten Biathletinnen der Saison qualifiziert. Dazu zählen Magdalena Neuner, Andrea Henkel, Kathrin Hitzer, Miriam Gössner, Tina Bachmann. In der Gesamtwertung liegen die Deutschen vor dem letzten Rennen in einer guten mannschaftlichen Geschlossenheit:
1. Kaisa Mäkäräinen 979
2. Tora Beger 938
3. Helena Ekholm 935
4. Andrea Henkel 929
5. Magdalena Neuner 914
14. Miriam Gössner 565
18. Tina Bachmann 478
20. Kathrin Hitzer 473
30. Sabrina Buchholz 265
Die sämtlichen hier in Oslo vertretenen Läuferinnen werden sich nun alle auf die neue Saison mit dem Höhepunkt Weltmeisterschaft in Ruhpolding Ende Februar 2012 vorbereiten. Bei noch 60 zu vergebenden Punkten im Massenstart haben rein rechnerisch noch vier Läuferinnen (Mäkäräinen, Berger, Ekholm und Henkel) die Möglichkeit zum Gewinn des Gesamt-Weltcups.
Im Verfolgungs-Weltcup gewann Kaisa Mäkäräinen vor Andrea Henkel. Den Einzel-Weltcup gewann Helena Ekholm, den Sprint-Weltcup gewann Magdalena Neuner. Zu vergeben ist noch der Massenstart-Weltcup, bei dem Neuner und Berger heißeste Anwärterinnen sind.
Bei den Männern erreichte Arnd Pfeiffer im Sprint den dritten Rang, in der Verfolgung reichte es für keinen der Deutschen zu einem Top-6-Platz,im Einzel war Michael Greis als Fünfter bester Deutscher, im Massenstart reichte es für Arnd Pfeiffer zu Rang 7. Nimmt man den Gesamgt-Weltcup als Maßstab, so landeten drei Deutsche unter den besten elf: Arnd Pfeiffer (4.), Michael Greis (6.) und Andreas Birnbacher (11.).
Mäkäräinen und Ekholm schwächeln: Tora Berger und Magdalena Neuner rücken näher
Der Holmenkollen in Oslo ist Austragungsort des Weltcup-Finales der Biathleten. Deutschland ist bei diesem Sprintrennen mit 8 Athleten dabei. Der Grund hierfür liegt in den guten Platzierungen von Nadine Horchler und Juliane Döll im Europacup. Dies bedeutet einen zusätzlichen Startplatz beim Weltcup-Finale.
Top im Rennen unterwegs waren die Wallgauerin Magdalena Neuner sowie die Norwegerin Tora Berger, die damit im Gesamtwetcup deutlich näher an die beiden Führenden heran kommen. Sowohl Neuner als auch Berger waren während der Saison einmal ausgefallen, so dass sich der Rückstand der beiden dominierenden Biathletinnen erklären lässt. Mit einer Zeit von 21:04,6 Minuten setzte die Oberbayerin Neuner eine Marke, die die Konkurrentinnen nicht unterbieten konnten. Damit hat Neuner für das Verfolgungsrennen bereits einen Vorsprung von rund 30 Sekunden auf die Mitfavoritin Tora Berger. Kaisa Mäkärainen vergab im letzten Rennen den Sieg in der Sprint-Disziplin, die damit von der Wallgauerin gewonnen werden konnte. Sowohl die Finnin als auch Ekholm konnten sich im Sprintrennen nicht unter den besten 15 Platzieren.
Miram Gössner, deren Mutter Norwegerin ist, musste eine Reihe an Strafrunden bewältigen.Insgesamt erreichte die achtköpfige deutsche Biathleten-Gruppe ein sehr gutes Mannschaftsergebnis, ebenso wie die gastgebenden Norwegerinnen um Berger, Ann Cathrin Flatland und Fanny Horn. Damit sorgten u.a. auch Bergers und Neuners Teamkolleginnen mit dafür, dass der Rückstand der beiden Mannschafts-Topstars im Gesamtweltcup auf die Spitzenposition deutlich geringer wurde.
Der Glückwunsch zum Gewinn des Sprint-Weltcups geht damit nach Oberbayern. In der Gesamtwertung ergibt sich zwei Rennen vor Ende folgendes Bild:
1. Kaisa Mäkäräinen 937
2. Magdalena Neuner 914
3. Helena Ekholm 912
4. Tora Berger 904
5. Andrea Henkel 881
Ergebnis des Sprintrennens von Oslo:
1. Magdalena Neuner
2. Tora Berger +31,3
7. Andrea Henkel +58,9
8. Kathrin Hitzer + 1:02,9
26. Juliane Döll +1:48,8
31. Nadine Horchler +1:56,2
32. Tina Bachmann + 1:56,09
33. Miriam Gössner +2:03,8
52. Sabrina Buchholz +2:38,1
18. Kaisa Mäkäräinen 1:24,1
Helena Ekholm
Der Rückstand von Neuner zwei Rennen vor Schluss (Verfolgung + Massenstart) liegt bei 23 Punkten. Insgesamt konnte die Wallgauerin in dieser Saison bereits fünf Weltcup-Rennen für sich entscheiden. Der Verfolger findet am Samstag, das Massensartrennen am Sonntag statt.
Juliane Döll – dreifache Europameisterin in Ridnaun
Verfolgungsrennen bei der EM in Ridnaun: Juliane Döll ist top
Nadine Horchler und Juliane Döll: zwei deutsche Biathlon-Starterinnen waren beim letzten Rennen der Europameisterschaft in Ridnaun (Südtirol / Italien) kaum zu bezwingen. Die weltcuperfahrene Juliane Döll gewann in Ridnaun die dritte Goldmedaille und sicherte sich damit die vierte Medaille in vier Rennen (drei Einzelrennen + Staffel-Bronze). Nadine Horchler gewann hier die Bronze-Medaille. Katharina Hildebrand erlief und erschoss sich den vierten Platz.
Damit erreichten die deutschen Biathletinnen ähnlich wie bei den Weltcup-Rennen ein perfektes Mannschaftsergebnis mit vier gestarteten Läuferinnen alle unter den besten zehn Läuferinnen.
Ridnaun wird für Juliane Döll zur Gold-Region: Biathletin gewinnt zum zweiten Mal Gold
Juliane Döll ist Europameisterin sowohl über die Sprint-Strecke (7,5 Kilometer) als auch im Einzelrennen (15 Kilometer) geworden. Die Biathletin aus Oberhof holte über die kurze Distanz ihren zweiten Titel in Ridnaun (Südtirol). Trotz einer Strafrunde verwies die Weltcup-Erfahrene Döll ihre Konkurrentinnen Gabriela Soukalova (Tschechien, +7,9 Sekunden) und Marine Bolliet (Frankreich, + 13,1 Sekunde) auf die Folgeplätze.






