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Biathlon-Männer knapp an der Medaille vorbei

Sie haben gekämpft, die deutschen Biathlon-Männer beim 20-Kilometer-Einzelrennen. Gereicht zur Medaille hat es dennoch nicht. Lokalheld Andreas Birnbacher scheiterte am Knappsten von allen vieren an der Bronzemedaille. Ein Fehler beim letzten Stehendschießen gab den Auslösern dafür, dass Birnbacher am Ende 0,8 Sekunden hinter den Medaillen im Ziel war. Bis zuletzt Siegchancen hatte auch Arnd Pfeiffer, der jedoch beim letzten Schießen zweimal verfehlte und am Ende lediglich einen Platz unter den Top Ten zu buche stehen hatte. Ein ähnliches Bild zeigte sich auch bei Michael Greis, der sich dank seiner aktuell guten Form auch für die Staffel empfehlen konnte. Vielleicht gelingt es den Deutschen ja da, ihre Medaille zu gewinnen. Simon Schempp – im Verfolger noch bester DSV-Biathleth – verfehlte im Einzel dagegen zu häufig die Scheiben und landete im Mittelfeld.

Andrea Henkel und Andreas Birnbacher waren die besten deutschen Biathleten in der Verfolgung

Hochfilzen Österreich war ein gutes Pflaster für den Schlechinger Biathleten Andreas Birnbacher. Der Bayer konnte mit einer lupenreinen Schießleistung von Rang 26 nach vorne breschen und das 12,5 Kilometer-Verfolgungsrennen von Hochfilzen für sich entscheiden. Für Birnbacher war es der zweite Weltcup-Sieg seiner Karriere. Nur knapp viel der Sieg aus vor dem Norweger Ole Einer Björndalen, der am Ende um 0,5 Sekunden hinter dem Deutschen lag.

Tarje Boe der Held der Biathleten: Im Massenstart blieb der Norweger aber ohne Medaille

Norwegen-Power an der Spitze: der Altmeister Ole Einer Björndalen gehörte dabei nicht zu den besten Norwegern des Rennens. Vielmehr waren es erneut seine beiden Landsmänner Tarje Boe und Emil Hegle Svendson, die das Rennen dominierte und gemeinsam mit Lars Berger dem Rennen ihren Stempel aufdrückten. Dazu kommt der Italiener Lukas Hofer. Für den DSV waren Michael Greis, Andreas Birnbacher, Arnd Pfeiffer und Christoph Stephan im Massenstart-Rennen (15 Kilometer) der Biathleten bei der Weltmeisterschaft in Russland mit von der Partie.

Der 21 Jahre alte Lucas Hofer (Italien) sowie Svendsson und Boe mussten jeweils in die Strafrunde: der Russe Evgeny Ustyugov dagegen blieb beim letzten Schießen ohne Fehler und forderte Svendsen und Hofer sowie Björndalen. Die Deutschen kämpften am Ende um eine Top-Ten-Platzierung, an der sie jedoch fast alle scheiterten. Im letzten Anstieg attaktierte der Norweger den Russen und rang ihn um Gold nieder. Der Sieg im Massenstart ging an den Norweger Emil Hegle Svenson, Ustyugov wurde Zweiter, Lucas Hofer gewann etwas überraschend die Bronze-Medaille. Der 21 Jahre alte Hofer holte damit nach zehn Jahren wieder einmal eine WM-Medaille und war überglücklich. Tarje Boe wird Vierter, Björndalen Sechster. Arnd Pfeiffer wird am Ende als Bester im DSV-Team 8. Andreas Birnbacher kommt als 16. ins Ziel, Michael Greis wird 20 Christoph Stephan 24.

Norwegen, Russland, Frankreich und Deutschland: Wer gewinnt die Herrenstaffel im Biathlon bei der WM?

Christoph Stephan, Andreas Birnbacher, Arnd Pfeiffer und Michael Greis starteten für die deutsche Biathleten in der Staffel. Die Deutschen galten bereits vor dem Rennen als Mitfavoriten, da man die Weltcup-Wertung in der Staffel anführt. Norwegen mit Tarje Boe wird den deutschen Biathleten dabei Parole bieten. Den Rennverlauf finden Sie ab 14:00 auf dieser Seite.

Startläufer Christoph Stephan läuft gegen Simon Eder (Österreich) und Ole Einer Björndalen (Norwegen) in der ersten Runde. Deutschland liegt beim Wechsel nicht unter den besten Drei. Stephan übergibt an Andreas Birnbacher, der beim zweiten Schießen die Wende brachte. Deutschland liegt nun auf dem Dritten Rang, nur noch minimal hinter den Konkurrenten. Bei der Halbzeit – also nach zwei Läufern – sind also die drei favorisierten Staffeln vorne: Russland, Norwegen und Deutschland.

Dem dritten Läufer Arndt Pfeiffer ist es gelungen, sich weiter im Spitzentrio zu halten. Deutschland vor Russland und Norwegen (alles innerhalb 3 Sekunden). Die viertplatzierten Ukrainer liegen bereits 20 Sekunden zurück, Lettland, Italiten und Schweden liegen mit einem Rückstand von etwas mehr als einer halben Sekunde immer noch in Schlagdistanz.

Nachdem Arnd Pfeiffer in Führung liegend übergeben hatte, schien die Medaille für Deutschland bereits sicher. Am Ende ging Gold an Norwegen, vor Russland und der Ukraine. Deutschland landete auf Rang 7 – der Grund lag darin, dass Michael Greis drei Strafrunden geschossen hatte und die deutsche Mannschaft zurück fiel.

Deutsche Biathleten im Einzelrennen bei der WM ohne Medaille gescheitert

Knapp an den Medaillen gescheitert sind die deutschen Biathleten um Michael Greis und Sprint-Weltmeister Arnd Pfeiffer. Im russischen Chanty-Mansijsk belegten die besten Sportler um Bundestrainer Mark Kirchner die Plätze 7 und 8. Michael Greis belegte beim Sieg von Tarjei Bö über die 20 Kilometer mit einem Schießfehler den siebten Rang. Silber in diesem Rennen ging an den Russen Maxim Maximow (40 Sekunden Rückstand auf den Sieger), Bronze gewann der Österreicher Christoph Sumann. Andreas Birnbacher holte den achten Platz. Arnd Pfeiffer platzierte sich unter den besten 15, Daniel Böhm wurde 29.